Projektleiter: Anja Rammig und Wolfgang Weisser, Technische Universität München

Der globale Wandel ist eine Bedrohung für die Biodiversität und damit für die Funktion von Ökosystemen und die Bereitstellung von Ökosystemleistungen in Bayern.

Um Ökosystemleistungen, wie z.B. land- und forstwirtschaftliche Produktivität, Klimaregulierung, Wasserqualität, Bestäubung und Kohlenstoffspeicherung in Boden und Biomasse und den Erhalt der Biodiversität sicherzustellen, gilt es, nachhaltige Strategien der Bewirtschaftung für Bayern zu entwickeln und zu operationalisieren. Dazu muss untersucht werden, wie der Klimawandel zu unterschiedlichen Landnutzungen führen wird und welche Konsequenzen dies für die biologische Vielfalt und die Ökosystemleistungen in Bayern hat.

Wir werden das Ökosystemmodell LPJ-GUESS anwenden, um die klimabedingte Änderungen der Wachstumsbedingungen zu berechnen. Diese Ergebnissen werden in Teilprojekt 4 genutzt, um die Änderungen der Landnutzung vorhersagen, woraus wiederum Vorhersagen zur Gefährdung von Biotopen und Arten abgeleitet werden. In unserem Teilprojekt werden die einzigartigen Daten Bayerns zum Vorkommen von Arten und Biotopen verwendet. In einem „Big data“-Ansatz werden diese mit den Landnutzungsszenarien verschnitten. Produktionsfunktionen werden erzeugt, die die Landnutzung und die Biodiversität in Beziehung zu Ökosystemleistungen setzt. Es werden „Impact Maps“ erzeugt, die Hotspots der Biodiversität identifizieren und die Gefährdung für ein „Umkippen“ von Ökosystemleistungen zeigen. Basierend auf unsere Ergebnisse wird ein Szenarienraum für ein angepasstes Management aufgespannt, der mit Praxispartnern diskutiert wird.

Wie sehen nachhaltige Landnutzungsstrategien für Bayern aus, die die Biodiversität und die Funktionen von Ökosystemen aufrechterhalten? Um dieser Frage nachzugehen, werden in BLIZ bestehende Daten und Modellergebnisse ausgewertet. (Foto: W. Weisser)