Projektleiter: Uta Raeder und Markus Hoffmann, Technische Universität München

Klima- und Landnutzungswandel führen zu erhöhten Einträgen in Seen. Dazu zählen Einträge von Schweb- und Huminstoffen bzw. Nährstoffen, die Algenblüten fördern. Diese Stoffe wirken direkt bzw. indirekt als optisch aktive Substanzen und beeinflussen das pflanzenverfügbare Licht in Gewässern. Dadurch verändern sich Wasserpflanzengemeinschaften, die wesentliche Funktionen im Ökosystem See erfüllen und diesen Lebensraum strukturieren. Auf diese Weise verursachte Änderungen in der Zusammensetzung der Wasserpflanzen wirken sich auf die gesamte Biodiversität in Gewässern aus.

Mesokosmenexperimente in der limnologischen Station Iffeldorf. (Foto: LSI Archiv)

Das Ziel von Teilprojekt 3 ist es,

  1.  die Folgen der erhöhten Einträge von optisch aktiven Stoffen in Seen auf die Zusammensetzung der Unterwasservegetation und somit die gesamte Biodiversität zu untersuchen und
  2. die Schwellenwerte (Kippunkte) für Stoffeinträge zu ermitteln, die zu signifikanten Veränderungen in der Unterwasservegetation führen.

In Zusammenarbeit mit Teilprojekt 2 werden in Experimenten die Toleranzen und die Vorlieben ausgewählter Wasserpflanzen (Makrophyten) bestimmt und darauf aufbauende Makrophyten- und Biodiversitätsmodelle optimiert. Grundlage für diese Untersuchungen sind die in Teilprojekt 1 und 4 entwickelten Klima- und Landnutzungsszenarien. Auf diese Weise sollen, Daten zur Optimierung von Biodiversitätsmodellen gesammelt und die Prognosen der Modelle bestätigt werden.