Projektleiter: Juliano Cabral, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Der Klimawandel hat bereits dramatische Auswirkungen auf Arten und Artengemeinschaften. Mit Modellen wurden bisher jedoch oft nur anthropogene Einflüsse auf einzelne Arten oder auf hypothetische Artengemeinschaften untersucht. Daher bleibt unerforscht, wie der Klimawandel Artengemeinschaften in natürlichen Systemen – sowohl terrestrisch als auch aquatisch – beeinflusst. Die Vielfalt und Komplexität bayerischer Landschaften ist besonders gut geeignet, um zu erforschen, wie Biodiversität auf den Klima- und Landnutzungswandel reagiert.

Um die potenziellen Effekte dieser zusammenwirkenden Faktoren zu verstehen, untersucht das Teilprojekt, wie aquatische und terrestrische Artengemeinschaften in bayerischen Seen und Landschaften auf verschiedene Änderungen der Umweltfaktoren reagieren. Hierzu werden räumlich-explizite Nischen- und Agenten-basierte Modelle für interagierende Pflanzen- und Tier-Gemeinschaften entwickelt. Aus den simulierten Interaktionen zwischen allen relevanten ökologischen Prozessen ergeben sich die realisierten Verteilungen und Vorkommen von Pflanzen- und Tierarten innerhalb räumlich strukturierter Gemeinschaften. Aus den Modellergebnissen werden schutzrelevante Biodiversitäts-Hotspots bayernweit abgeleitet und in Kartenmaterial dargestellt.

 

Wie verändern sich Artengemeinschaften im Klima- und Landnutzungswandel? In BLIZ werden basierend auf gemessene Daten Modelle erstellt, um diese Frage zu beantworten.