Blick in die Zukunft (BLIZ):
Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft, Landnutzung, Ökosystemleistungen und Biodiversität in Bayern bis 2100

Wie entwickeln sich Ökosystemleistungen und Biodiversität in Bayern?
Das interdisziplinäre Verbundprojekt BLIZ wirft einen Blick in die Zukunft und entwickelt neue Szenarien für ein nachhaltiges Management von Ökosystemen in Bayern.

 

Blick auf die Osterseen in Bayern. Wie wird sich diese Landschaft in der Zukunft entwickeln? BLIZ entwickelt Zukunftsszenarien für Bayern. (Quelle: Archiv LSI)

BLIZ ist ein Verbundprojekt der Technischen Universität München (TUM), der Julius-Maximilians Universität Würzburg (JMU), der Universität Regensburg (UR) und der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). BLIZ besteht aus 6 Teilprojekten.

Wir untersuchen die Auswirkungen von Klimawandel auf ökologische Systeme (Ökosystemleistungen und Biodiversität) und sozio-ökonomische Systeme (Landnutzungsentwicklung) und deren Wechselwirkungen. Mit Hilfe von computergestützten Simulationsmodellen erforschen wir, welche Anpassungsstrategien zu einer Stabilisierung dieser Systeme führen, und unter welchen Umständen drastische ökologische Degradierung oder sozio-ökonomische Veränderungen (sogenannte Kipppunkte) auftreten können.

Ziel des Verbundes ist es, konkrete Handlungsanweisungen für ein nachhaltiges Management zu entwickeln und mögliche Unsicherheiten abzuschätzen. Dabei stellen sich folgende Forschungsfragen:

  • Welche Auswirkungen haben Klima- und Landnutzungswandel auf bayerische Ökosysteme?
  • Wie sehen nachhaltige gesellschaftliche und wirtschaftliche (Landnutzungs-) Strategien für Bayern aus, die dem Verlust von Ökosystemleistungen und Biodiversität entgegenwirken?
  • Wie können ökologische und sozio-ökonomische Kipppunkte vermieden werden?

Der methodische Ansatz ist es,

  1. basierend auf neu erhobenen und bestehenden empirischen Daten dynamische Modelle zu entwickeln und anzuwenden,
  2. eine Schätzung der Unsicherheiten zu generieren und diese Unsicherheit ökonomisch zu bewerten,
  3. geeignete Anpassungs- und Managementstrategien zu entwickeln und
  4. diese Strategien für Interessensvertreter zu kommunizieren.